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Fachdienst Vormundschaften und Pflegschaften

Grundsätzlich ist es das Recht und die Pflicht von Eltern, die eigenen Kinder zu erziehen und zu pflegen. Wenn Eltern dies nicht ausüben können, greift der Staat zum Schutz der Kinder ein: Minderjährige erhalten dann durch das Familiengericht eine*n Vormund*in, der für sie eintritt. Wenn es nur um Teilbereiche des Sorgerechts geht, kümmert sich ein*e (Ergänzungs-)Pfleger*in um die Minderjährigen. Diese wichtigen Aufgaben übernehmen die Vormundschaften und Pflegschaften.

Sicherung der Erziehung, Unterhalt, ärztliche Versorgung und Klärung des Aufenthaltes - für all das sorgt der/ die Vormund*in oder der/ die (Ergänzungs-) Pfleger*in. Wie umfassend die gesetzliche Vertretung ist, hängt davon ab, wie die Familiengerichte darüber entscheiden. Der/ die Vormund*in oder der/ die (Ergänzungs-)Pfleger*in trägt dabei persönliche Verantwortung für alle wesentlichen Entscheidungen und beteiligt die Kinder und Jugendlichen (die sogenannten Mündel) alters- und entwicklungsgemäß.

Die gesetzliche Amtsvormundschaft tritt unmittelbar "kraft Gesetzes" ein, ohne das es einer gerichtlichen Anordnung und Bestellung bedarf. Hauptfall der gesetzlichen Amtsvormundschaft in der Praxis ist die Geburt eines Kindes nicht miteinander verheirateter Eltern, wenn die Mutter noch minderjährig und damit lediglich beschränkt geschäftsfähig ist. Daneben gibt es noch die gesetzliche Amtsvormundschaft im Adoptionsverfahren (vgl. § 1791 c BGB).

Weitere Informationen zu Fragen der Vormundschaften und Pflegschaften erteilen die Mitarbeiter*innen des Fachdienstes.

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