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Qualifizierte Pflegekräfte „Made in Wesel“ – Stadt Wesel und das Bildungszentrum Niederrhein Wesel unterzeichnen langfristige Kooperation

Schulhof mit Sitzecke
Quelle: Flaggschiff Film

Im Bereich des Gesundheitswesens ist die Stadt Wesel in der Region ein Leuchtturm: Zwei Krankenhäuser, zahlreiche Fachärzte und mehrere Bildungseinrichtungen, die Fachkräfte ausbilden, gehören zum Portfolio. Nachdem der Rat der Stadt Wesel den Weg für eine langfristige Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Bildungszentrum Niederrhein Wesel (BZNW) freigemacht hat, haben nun die beiden Vertragspartner einen langfristigen Mietvertrag für das Gebäude der ehemaligen Gemeinschaftshauptschule Martini unterzeichnet.

Gegründet wurde das Bildungszentrum von der Marien-Hospital gGmbH, der Evangelisches Krankenhaus Wesel GmbH und der St. Willibrord-Spital Emmerich-Rees gGmbH. „Das BZNW bildet seit Jahren hochqualifiziertes Pflege-Personal aus. Wir als Stadt sind froh, ein solches Aushängeschild zu haben. Oftmals bleiben die Fachkräfte im Anschluss an ihre Ausbildung in Wesel. So profitiert der Standort Wesel doppelt“, sagt Bürgermeisterin Ulrike Westkamp.

Auch der Schulleiter und pädagogische Geschäftsführer der Schule, Dr. Andreas Bock, freut sich über die langfristige Kooperation. „Wir fühlen uns in Wesel wohl. Durch die mit uns verbundenen Krankenhäuser, die stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen schaffen es unsere Auszubildenden das theoretisch Erlernte optimal in der Praxis, im Beisein ausgezeichneter Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter, umzusetzen“.

Johannes Hartmann, Geschäftsführer der pro homine, ergänzt: „Wesel ist ein hervorragender Standort. Hier haben wir die Nähe zu unserem Krankenhaus, dem Marien-Hospital. Das hilft allen Beteiligten“.

Der Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses in Wesel, Heino ten Brink, lobt ebenfalls die Lage. „Wesel liegt zentral. Die Anbindungen zum Ausbildungsplatz sind hervorragend. Sowohl der öffentliche Nahverkehr, Bus und Bahn, als auch die gute Verkehrssituation sprechen für den Standort“.

Das BZNW bildet bereits seit dem 1. August 2020 Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner im Gebäude der auslaufenden Martinischule aus. Seit 1996 war die Einrichtung im Gebäude der Hansaringschule in Wesel untergebracht. Da das Bildungszentrum immer weiterwächst, reichen die Räume am Standort Hansaring nicht aus. Deshalb findet zunächst bis zum 31. Juli 2021 die Ausbildung an beiden Standorten statt. Mit dem Auslaufen der Gemeinschaftshauptschule Martini sind Räume in zentraler Lage frei geworden. Der bestehende Aula-Mensa-Komplex wird jedoch in erster Linie vom Andreas-Vesalius-Gymnasium (AVG) und der Gemeinschaftsgrundschule Innenstadt genutzt. Ein bestehender Vierklassen-Pavillon wird ebenfalls vom AVG genutzt. Alle übrigen Räume mit Ausnahme der Turnhalle wird das BZNW nutzen.

Neben der Ausbildung von Gesundheits- und Sozialberufen bietet die Einrichtung auch Fort- und Weiterbildungen (unter anderem in der Intensivpflege und Anästhesie) an. In der neuen Pflegeausbildung wird neben vielfältigen grundsätzlichen Fähigkeiten nun auch die umfassende Pflege von Menschen aller Altersstufen in akut und dauerhaft stationären sowie ambulanten Pflegesituationen gelehrt. Dadurch ist die Ausbildung vielschichtig und hilft den Auszubildenden in schwierigen Situationen, dank der unterschiedlichen Blickwinkel, fundierter zu entscheiden. Durch die generalistische Ausbildung wird das pflegefachliche Wissen erweitert und die Kompetenzen der künftigen Pflegefachmänner und -frauen werden gesteigert.

Darüber hinaus kooperiert das BZNW mit der Hochschule Niederrhein und der Fachhochschule Münster. Gemeinsam bieten sie den Bachelorstudiengang „Pflege“ an. Somit ist das Bildungszentrum auch Hochschulstandort.

„Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Wesel und dem BZNW verläuft seit 1996 sehr harmonisch und kooperativ“, betont Josef Reining, kaufmännischer Geschäftsführer des Bildungszentrums. Er erläutert: „Der Mietvertrag läuft zunächst für 25 Jahre. In den kommenden Jahren werden, durch Investition des BZNW, mehrere Millionen Euro in die Sanierung und Renovierung des Gebäudes fließen.“

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