Inhalt

Finanzielle Hilfen

Vollzeitpflege

Bei der Aufnahme eines Pflegekindes besteht Anspruch auf Pflegegeld. Das monatliche Pflegegeld setzt sich zusammen aus den materiellen Aufwendungen und dem Erziehungsbeitrag. Ab dem 01.01.2021 gelten folgende Pauschalen:

Materielle Aufwendungen für den Lebensunterhalt: 

  • bis zum vollendeten 7. Lebensjahr 602 Euro,
  • ab dem vollendeten 7. Lebensjahr bis zum vollendeten 14. Lebensjahr 687 Euro,
  • ab dem vollendeten 14. Lebensjahr bis zum vollendeten 18. Lebensjahr 837 Euro.

Mit den materiellen Aufwendungen ist der gesamte regelmäßig wiederkehrende Lebensbedarf des Pflegekindes abgedeckt.

Neben den materiellen Aufwendungen wird den Pflegeeltern ein Erziehungsbeitrag gezahlt. Mit dem Erziehungsbeitrag in Höhe von 286 Euro wird die pädagogische Betreuungs- und Erziehungsarbeit der Pflegeeltern abgedeckt

Bereitschaftspflege

Die materiellen Aufwendungen für den Lebensunterhalt im Rahmen der Bereitschaftspflege orientieren sich an den Beträgen, die für die Vollzeitpflege gezahlt werden (siehe oben). Für die pädagogische Betreuungs- und Erziehungsarbeit erhalten Bereitschaftspflegeeltern den 3-fachen Erziehungsbeitrag in Höhe von 858 Euro.

Pflegegeld für intensive sonderpädagogische Familienpflege

Für diese Pflegeform werden materielle Aufwendungen zum Lebensunterhalt erbracht (gleiche altersgemäße Staffelung wie bei der Vollzeitpflege). Es wird ein Betreuungs- und Erziehungsbeitrag in 3,35-facher Höhe (aufgerundet: 959 €,(Stand 01.01.2021) gezahlt.

Unfallversicherung und Alterssicherung

Für die genannten Pflegeformen werden nach § 39 Absatz 4 SGB VIII neben dem Pflegegeld auch Beiträge für eine Unfallversicherung (gemessen an dem Beitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung) und Alterssicherung (hälftiger Anteil des Mindestbeitrages zur gesetzlichen Alterssicherung) übernommen.

Als anerkennungsfähige Aufwendungen, die entsprechend nachzuweisen sind, gelten:

  • für die Unfallversicherung jährliche Kosten von 160,23 Euro pro Jahr,
  • für die Alterssicherung monatliche Kosten von 42,53 Euro pro Monat.

Die andere Hälfte der Beiträge für eine Alterssicherung ist von den Pflegestellen selbst zu tragen. Im Falle der Beendigung der Jugendhilfe entfällt auch die Bezuschussung.

Einmalige Beihilfen

Neben dem monatlichen Pflegegeld können einmalige Beihilfen durch die Pflegeeltern beantragt werden, Diese umfassen zum Beispiel eine Erstausstattungsbeihilfe zur Beschaffung von Bekleidung, Bettwäsche und Mobiliar oder Zuschüsse zu Klassen- oder Ferienfahrten.

Versicherungsschutz

Haftpflichtversicherung

Soweit Pflegeeltern eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben, können sie das Pflegekind der Versicherung als weiteres Mitglied im Haushalt benennen. Damit wird der Versicherungsschutz gegenüber Dritten ohne weitere Kosten auf das Pflegekind ausgedehnt. Darüber hinaus sind Pflegekinder auch über die Stadt Wesel haftpflichtversichert. Diese Versicherung tritt ein, wenn das Pflegekind im Haushalt der Pflegeeltern einen Schaden verursacht, der nicht anderweitig abgesichert ist. Gleichfalls tritt sie gegenüber Dritten ein,soweit keine Familienhaftpflicht der Pflegefamilie besteht.

Krankenversicherung

In der Regel sind Pflegekinder im Rahmen der Familienversicherung über die leiblichen Eltern versichert. Es besteht aber auch die Möglichkeit der Aufnahme in die Versicherung der Pflegeeltern. Falls diese Möglichkeit nicht besteht, können die Pflegekinder über die wirtschaftliche Jugendhilfe des Fachbereiches Jugend, Schule und Sport versichert werden.

Öffnungszeiten

Sie erreichen uns montags bis freitags von 8.30 Uhr bis 9.30 Uhr sowie nach vorheriger Vereinbarung.

Kontakt